MMOG
Das Massively Multiplayer Online Game ist in den letzten Jahren schon im Mainstream der deutschen Kultur angekommen. So hat schon fast jede Diskussionsrunde über das angebliche “Killerspiel” Counterstrike und Todesfälle durch zu langes Spielen von World of Warcraft berichtet. Doch hinter dem Mythos und der Fassade des Sensationsjournalismus, verbirgt sich eine neue Freizeitbeschäftigung, die unsere heutige Gesellschaft bereits geprägt hat und weiter prägen wird.

Screenshot World of Warcraft
Aber was ist letztendlich der Unterschied, zwischen einem “echten” MMOG und einem Onlinespiel wie Counterstrike ? Das MMOG zeichnet sich vor allen Dingen durch eine existierende Welt aus. Sie ist persistent, also immer anwesend, egal ob der Spieler spielt oder nicht. Vom ersten M, dem Massively, leitet sich auch das nächste Kriterium eines MMOG ab. Die schiere Masse an Spielern, Mitstreitern oder Feinden.
Im Gegensatz zu anderen Spielern muss der Spieler sich nicht mit seiner Umwelt zufrieden geben oder einem festgelegten Pfad zu folgen. Der Teilnehmer kreiert seine eigene Umwelt, seine eigenen Freundschaften oder auch bitterbösen Rivalitäten. Das Spiel verselbstständigt sich und entwickelt seine Energie durch den Einsatz des Spielers.
Mittlerweile hat fast jedes Genre auch sein eigenes MMOG. Das Bekannteste ist wahrscheinlich World of Warcraft, die Fantasywelt begeistert Millionen von Menschen rund um den Globus. Aber auch auf anderen Territorien sind MMOG heimisch geworden. So zum Beispiel Star Wars Galaxies, ein Spiel welches im Star Wars Universum von George Lucas beheimatet ist und es ermöglicht, die epischen Schlachten selber nachzuempfinden. Aber auch Freunde des Cyberpunks haben in Matrix oder Anarchy Online eine neue Heimat gefunden.
Man sieht also, die Möglichkeiten seinem eigenen Geschmack nachzugehen sind grenzenlos. Das MMOG ist in der heutigen Spielerlandschaft also viel mehr, als nur ein dummer Zeitvertreib. Es ermöglicht Interaktion, verbindet Menschen und entführt für wenige Sekunden aus dem grauen Alltag, hinaus in eine bunte Welt voller Möglichkeiten. Die Grenze ist dabei nur die eigene Fantasie.




